Was tust du hier eigentlich genau?

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Und da steh ich nun. Im wahrsten Sinne des Wortes am Abgrund. Und ich frage mich: Was tust du hier eigentlich genau?
Jetzt bin ich bald 50 und denke erstmals, dass dies ein blödes Alter ist!
Es ist doch ganz klar: mit 50 scheitern die meisten Vorhaben nicht mehr an Zeit und Geld, sondern nur noch daran, dass es einem nicht mehr wichtig genug ist. Man ist körperlich und geistig noch nicht zu alt – aber alt genug! Für alles!
Mehr Freiheit als gerade jetzt hatte ich kaum jemals zuvor.
Aber eben. Man hat Erfahrungen gesammelt – aber ist nicht so alt, dass man die Erfahrungen wieder vergessen hat.
So kommt es, dass ich jetzt hier am Abgrund stehe und mich daran erinnere, wie ich damals mit 17 auf dem Rollbrett den Hügel zuerst hinunterrollte und dann auf dem Bauch und den Händen runter rutschte.
Erinnerungen an die leuchtenden Verbände im Blaulicht der Dorfdisco …
Andererseits ist heute alles anders, denn schließlich bin ich bald 50. Dass Rollbrett heißt heute „Skateboard“ oder in meinem Fall „Longboard“. Und heute trage ich einen Helm und Handschuhe.
Heute ist es mir egal, ob es cool aussieht.
Und heute überlege ich noch, ob es wohl so eine schlaue Idee ist, hier runterzubrettern.
Aber wie sagte ich so schön? Alt genug für alles!
Durchatmen, linker Fuß aufs Brett und mit dem rechten Bein kräftig abstoßen.
Schei … Was tust du hier eigentlich genau? …
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