Warum Männer nicht reden

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In der Schweiz hat es sich eingebürgert, „einen Schönen“ zu wünschen … jeder macht’s und keiner weiss warum. Was wünschen sie mir? Einen schönen Haarschnitt? (Mir???) Abend? Tag? Lebensrest? Oder gar einen schönen Unfall? Oberschenkelhalsbruch? Fusspilz? Lottogewinn? Urlaub? Genickbruch? Herzstillstand? Ich weiss es nicht, als Optimist hoffe ich aber immer auf etwas Gutes!
Ich glaube, es hat mit der hierzulande üblichen Wortmengenbeschränkung zu tun. Männer dürfen in der Schweiz pro Tag nur 2000 Worte benutzen und Frauen 4000! Genau deshalb kürzt man die Sätze soweit wie möglich ab!
Um nun aber herauszufinden, was der Mensch, der einem „einen Schönen“ gewünscht hat, sagen wollte, müsste man wiederum Worte verschwenden, welche man lieber zu hause brauchen würde, um der Frau die Stirn bieten zu können.
Überhaupt ist das Problem in der Kommunikation zwischen Mann und Frau ganz einfach zu erklären: Sie liest zwischen den Zeilen, obwohl er nichts zwischen die Zeilen geschrieben hat. (Kein Wunder: Wenn ich doppelt so viele Worte zur Verfügung hätte, würde ich vermutlich auch zwischen die Zeilen schreiben!) 
Im Laden habe ich festgestellt, dass die Menschen am Vormittag viel gesprächiger sind als am Abend; erst ab Mitte Nachmittag wird abgekürzt … Ich habe mir angewöhnt, als Antwort auf: „Einen Schönen!“ nur noch mit: „Auch!“ zu reagieren, um am Abend noch Worte zu haben. Diskussionen können ganz anders ausgehen, wenn dir nicht die Worte fehlen. (Vorsicht: Morgenmuffel ist keine schlechte Eigenschaft – Morgenmuffel ist Strategie!)
Sparsamkeit lohnt sich durchaus! Versuchen Sie es einmal; verblüffen Sie ihre Partnerin im Streitgespräch mit Worten bis ans Ende der Diskussion! Ja, liebe Frauen, es ist nicht so, dass Männer nicht streiten können! Sie haben bloss keine Worte mehr übrig … In diesem Sinne: „Einen Schönen!“

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