Unglaubwürdig

Übel … wieder mal haben die Politiker ein kontroverses Thema am Radio diskutiert. Und das Fazit? Der Unsymphatischste, Unlogischste ist der Einzige, welcher die Thematik auf den Punkt bringt! Sogar die Moderatorin  wiederspricht jeder Logik, bekundet ganz klar ihre Meinung zum Thema – und liefert den Gegnern das beste Argument überhaupt.

Ich weiss, das Thema ist komplex.

Deshalb hier eine einfache Darstellung:

Angenommen, ich bin ein Tierliebhaber und setze mich gegen Tierversuche ein. Ich zeige auf, wie Tiere für Tierfutterforschung missbraucht werden. (Ich frage mich allerdings, wie man die Verträglichkeit von Tierfutter untersuchen will, ohne Tierversuche … Menschenversuche?). Egal, ich bin auch gegen Tierversuche. Wenn ich mich aktiv dagegen einsetze und die Namen der Firmen nenne, welche Tierversuche durchführen, so sollte ich sämtliche experimentlosen Hersteller ebenfalls aufführen. Oder zumindest mehrere nennen. Aber ganz bestimmt nicht für einen einzigen Hersteller Werbung publizieren. So werde ich nämlich unglaubwürdig und schade der Sache mehr, als ich nütze.

Um wieder auf die Politik zurückzukommen: Wenn ich den Gegnern die Argumente liefere, so schade ich der Eigenen Sache und würde wohl besser schweigen …

Ach ja, mir fällt gerade wieder ein, um was es ging: Die Offenlegung der Parteifinanzierung. Die Befürworter argumentierten, dass eine Offenlegung dem Wähler ermöglichen würde, zu sehen, wer eine Partei unterstützt und somit die Politik beeinflusst. Die Gegner wollten dies nicht, mit dem Argument: Es würden weniger Parteispenden gemacht, wenn sich eine Firma zu einer Partei bekennen würde.

Ich persönlich wähle eine Partei nicht, weil sie von diesen oder jenen Spenden erhalten oder nicht – ich wähle eine Partei, weil sie meine Politik machen und unterstütze sie deshalb! Oder eben nicht. Super: Dank dieser Radiosendung kann ich mir die Spenden in diesem Jahr gleich sparen: Die einen Unterstütze ich nicht und die Andern sind es nicht wert …   

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