Standardbrief

Dass die Cablecom nicht gerade die Vorzeigefirma in der Kommunikation mit den Kunden ist, ist kein Geheimnis. Daran scheint auch der neue Name upc cablecom nichts zu ändern.

Vorweg muss ich allerdings sagen, dass die Internetverbindung keinen Anlass zur Klage gab in den letzten Jahren, in denen ich sie benutzte. Die Verbindungsstabilität der Telefonie ist eine andere Geschichte.

Als ich neulich meinen Umzug und die Adressänderung organisierte, staunte ich nicht schlecht. Auf der Webseite konnte ich mich einloggen und die neue Adresse angeben. Alles kein Problem und gemäss dem Tool ist an der neuen Adresse Cablecom ebenfalls verfügbar. Super, so einfach habe ich es nicht erwartet.

Ein erster Brief der Firma mit der Adressbestätigung folgte bald. Darin wurde mir mitgeteilt, dass ich die Adresse nicht ändern könne. Eine offene Rechnung wäre die Ursache.

Offene Rechnung? Bei Lastschriftverfahren und gedecktem Konto? Naja, ein Anruf auf die Hotline würde wohl Klärung bringen – Hotline? Sicher, und auch auf Anhieb erreichbar!

Ein automatisches Program teilte mir mit, wann die Büros besetzt seien. Derzeit waren sie es nicht, dafür könnte ich auf der Homepage weitere Informationen rund um die Uhr abrufen.

Sagte ich schon, dass mein Problem auf der Webseite nicht erwähnt wurde? Naja, war ja auch irgendwie klar.

 

Nun, der Irrtum klärte sich von selbst und ich erhielt eine Kündigungsbestätigung. Kündigungsbestätigung? Halloooo?! Ich wollte nur eine Adresse ändern.

 

Ach so: ein Standardbrief!

An Ihrem neuen Wohnort sind die Services von cablecom (wo ist denn das upc hingekommen?) leider nicht erhältlich. Wir bedauern, Sie nicht länger zu unseren Kunden zählen zu dürfen.

Unter Berücksichtigung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von upc cablecom GmbH lösen wir die …

Bemerkt? “Wir”.

Dazwischen ein paar Zeilen, wie und wohin ich das Modem senden solle.

Danach der ultimative Abschlusstext:

Schade möchten Sie uns verlassen. Wir bemühen uns, unsere Dienstleistungen ständig zu verbessern. Vielleicht können wir Ihr Anliegen doch noch lösen?

 

Ja, das wäre durchaus möglich! Lasst einfach diesen Satz weg, wenn “Ihr” einen Vertrag kündigt. Allerdings hätte ich dann nichts zu schreiben.

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