So geht Umweltschutz – nicht

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So langsam kann ich es nicht mehr hören! Plastik im Meer, Plastik um Wald, Plastik im Essen … Ja, es ist eine Riesenschweinerei, wenn man seinen Abfall einfach so in die Umwelt schmeisst! Das hat mit Egoismus zu tun. Nur an sich denken und nicht an andere, schon gar nicht an kommende Generationen.

Aber gerade hier in der Schweiz ist das Thema ein anderes: Wir haben kein Meer und meine Plastikabfälle landen in der Kehrichtverbrennung, wo sie zu neuer Energie werden. Oder soweit möglich in die Wiederverwertung. Und ich versuche schon beim Einkaufen auf die Verpackung zu verzichten. Ich habe noch nie Bananen in eine Plastiktüte abgepackt. Und wenn ich unterwegs bin, entsorge ich meine Abfälle in einen dafür vorgesehenen Abfalleimer oder nehme ihn mit nach Hause.

Bei uns kostet das Entsorgen von Abfall etwas. Ja, mitunter sogar recht viel. Aber hallo? Die Entsorgungsgebühren kann sich hier jeder leisten! Ich jedenfalls bezahle pro Monat vielleicht so viel wie für einen Kaffee in Zürich. Wenn es hoch kommt für zwei. Aber Abfallgebühren gehören eben zu den ungeliebten Kosten. Ausgaben, die man hat, ohne dass man dafür gerade etwas zurück bekommt. Und es gibt Leute, die sind so geizig, dass sie den Abfall lieber täglich mehrmals im öffentlichen Abfall entsorgen, als dafür etwas auszugeben. So eine kann ich jeden Tag vom Balkon aus beobachten! Naja, vielleicht kann sie es sich tatsächlich nicht leisten … wobei sie die Abfallentsorgung immer mit einer Zigarettenpause verbindet …

Letzte Woche im Elsass, da wurde in einem Restaurant tatsächlich auf Plastik Strohhalme verzichtet. Vorbildlich. Man bekam zu seinem Getränk einen Trinkhalm aus Karton. Jenes unpraktische Ding, das einem an der Lippe kleben bleibt. Vermutlich wird das Ding in der Entsorgung weniger schlimm sein, als ein Trinkhalm aus Plastik. Wobei der Karton meines Wissens nach verleimt und mit einer Beschichtung gegen das Aufweichen versehen werden muss, damit man damit auch trinken kann.

Mal ganz abgesehen davon: Der Trinkhalm wurde mir in einem Glas serviert, das Getränk in der Flasche daneben. Warum um alles in der Welt lässt man den Trinkhalm nicht einfach weg? Ich hätte aus der Flasche trinken können oder aus dem Glas, ich brauche keinen Trinkhalm! Dieser Halm wurde unbenutzt entsorgt! Vielleicht wurde er in einer Kehrichtverbrennungsanlage zu neuer Energie, vielleicht landete er im Meer (was im Elsass auch weniger nahe liegt). Aber man hätte auf jeden Fall darauf verzichten können.

Solange man Umweltschutz so praktiziert, möchte ich bitte nichts mehr über ein Verbot von Plastik hören …

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