Selfscanning – oder wie man Idioten beschäftigt

Heute hatte ich ganz spontan Lust auf Hot Dog. Einfach so. Und wo geht man(n) in so einem Fall hin? Richtig: Ins Einrichtungshaus. Es gibt ein paar Dinge, die mich von solchen Geschäften fernhalten. Ausverkauf und Wochenende in Kombination zum Beispiel. Heute aber ein Dienstag im Januar. Keine Schulferien, kein Wochenende. Wer vertreibt sich die Zeit an so einem Tag bei IKEA? Rentner und Hausfrauen mit ihren noch nicht schulpflichtigen Kindern.

Ich hatte beschlossen, nicht nur die Hot Dogs zu kaufen, sondern wenigstens proforma den Laden abzulaufen. Und wer das Geschäft kennt, weiss: Am Ende musst du an der Kasse anstehen; denn ohne etwas zu kaufen, verlässt man IKEA nie!

An den Kassen (an solch stinknormalen Nachmittagen üblich) sehr wenig Personal, dafür lange Schlangen von Kunden. Aber, was entdeckte ich da? Selfscanning. Genial, endlich konnte ich meine zwei Artikel ganz schnell bezahlen und meinen Hunger stillen. Theoretisch.

Wissen sie was? Selfscanning ist eine tolle Sache. Der Kunde erfasst seine Artikel selbst und bezahlt mit Karte. Eine einzige Person betreut 4 Kassen. Ich stellte mich also an und wartete. Die Reihen an den normalen Kassen bewegten sich ständig. Bei mit nicht. Ich beobachtete, wie blöd sich die Leute anstellten und es nicht schafften, die Artikel korrekt zu erfassen.

Dabei habe ich herausgefunden, wozu Selfscanning eigentlich dient: Es ist, ähnlich der Spielecke im Autohaus, ein Ablenkungsmanöver. Die unbeholfensten Idioten versuchen dort der Technik Herr zu werden und halten somit den Betrieb an der Bedienungskasse nicht mehr auf! Ich finde das sehr clever! Nächstes mal stelle ich mich wieder an eine normale Kasse an und werde schneller bei den Hot Dogs sein, als je zuvor!

Und wie jedes mal werde ich mich fragen: Wie kann man Lust auf solche Hot Dogs bekommen …

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