Selbstversuch 3: Totalbiermenge

Wenn ich so sehe, was manche Menschen scheinbar spurlos wegsaufen können, so hab ich mich gefragt: Wie gross ist meine eigene Totalbiermenge?

Das Problem: Wenn man es Auswärts trinkt, muss man irgendwie Nachhause kommen, zwischendurch auf die Toilette und das ganze ohne jemanden zu gefährden.

Deshalb habe ich einen anderen Weg gewählt: Dosenbier kaufen, nackt ausziehen und aufs Klo sitzen. Die erste Dose geöffnet, und angesetzt. Schmeckt, naja, wie Dosenbier … Bitter, süsslich, klebrig … aber schmeckt . Naja, vielleicht sollte ich hier mal erwähnen: Ich trinke wenig Bier und bin mir Alkohol nicht gewohnt. Aber ich spüre nichts (ausser etwas Harndrang). Egal, laufen lassen. Dose zwei. Schmeckt noch, aber der Durst lässt nach. Ich bemerke noch keine Veränderung; das Experiment langweilt mich. Ich lese Zeitung dazu. Dose drei und vier. Nacheinander, langsam schmeckt’s nicht mehr … Dabei sind es ja erst 2 Liter. Seltsam. Mein Kopf macht aber erstaunlich gut mit, bloss die Blase … Aber dafür sitze ich ja schon auf dem richtigen Örtchen.

Nun wird’s übel. 15 Minuten sind vorüber, ich nuckle an Dose 5. Schmeckt mir schon nicht mehr, ich schwitze, bin aber im Kopf völlig klar. Aufgeben? Nein, niemals … die sechste Dose. Die Siebte. Seltsam. Der Geschmack verschlechtert sich zunehmend. Mein Kopf bleibt klar. Die Zeitungen sind alle gelesen und ich langweile mich noch immer.

Ich beschliesse, die Dosen erst zu zählen, wenn ich am nächsten Morgen wieder aufwache. Ich schütte einfach rein. Und lasse unten raus. Ich habe keinen Durst mehr. Verschnaufpause.

Ich langweile mich. Beginne bereits die Dosentexte zu lesen. Deutsch. Französisch. Italienisch.

Ich trinke weiter. Wie viele Promille ich wohl bereits habe? Ich fühle mich total klar im Kopf. Selbstüberschätzung?

Ich lese die Dosen weiter. Feldschlösschen Alkoholfrei … steht in grossen Buchstaben. Alkoholfrei?

Ich beschliesse, den Versuch abzubrechen. Lege mich ins Bett. 25 mal muss ich in dieser Nacht zur Toilette …

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