Selbstversuch 11: Babysitting

Wer sich so gut mit Menschen und speziell mit Kindern auskennt, der wird auch mal zum Babysitting eingesetzt. Kein Problem für mich. Die Zwillinge wurden mir gebracht, in so einer Box … mir fällt der Fachbegriff gerade nicht ein … Transportbox? Die Beiden krabbelten sofort los. Erst etwas schüchtern, aber bereits nach wenigen Minuten wurden sie mutig. Das Problem bei zwei Gleichaltrigen: gleich schnell, aber in zwei verschiedene Richtungen. Kurz die Türe offen gelassen, schon entwischt der Junge. Das Mädchen inzwischen die Yucca Palme umtopft, der wiedereingefangene Bruder den Abfall durchwühlt und schliesslich Beide gemeinsam schreien.

Hunger? Durst? Ausgerüstet mit Fläschchen, setzte ich mich aufs Sofa. Wo waren aber die Babys?

Eines hörte ich … hinter dem Sofa, vermutlich eingeklemmt. Sofaschieben, ach ja, staubsaugen … Naja, nach ein paar turbulenten Stunden schliefen die beiden friedlich auf meinem Bett. Endlich Kaffeepause. Aber nicht lange. Was bringt Babys um den Schlaf? Hunger oder wasserlassen. Bei den Zwillingen war es beides. Und ohne Windeln … übel … Das Gröbste gereinigt, die hungrigen Mäuler gestopft, begannen die beiden zu spielen. Umgestürzte Vasen, ausgerissene Kabel und jede Menge Unordnung waren die Konsequenz. Ich war langsam mit den Nerven durch und froh, als die Zwillingsbabys abgeholt wurden. So süss sie auch waren; meine Wohnung ist für zwei junge Katzen ungeeignet!

Print Friendly, PDF & Email

Ein Kommentar

  • ERwien

    Babysitting ohne Vorbereitung ist fast eine masochistische Handlung ggriiinnss. Ich bin nun 8 Monate Opa und habe einen süßen Enkelsohn, bis dato wurde ich noch nicht eingesetzt. Meine Exfrau, wir haben einen 30jährigen Sohn logischerweise, durfte oder musste schon mehrmals einspringen in einer Wohnung mit sehr vielen Souveniers aus vielen Ländern. Ich war schon 3 mal Sonntag nachmittag eingeladen und es ist erstaunlich, das so ein Kleiner schon so flott unterwegs ist und sich schon auf kleine Tische oder Sessel hochzieht. Alles von oben muss runter und dann alles in den Mund. Es ist für mich 4 x im Jahr ein Spass, denn ich kann mich gar nicht so an meinen Sohn erinnern, wir lebten damals in Dubai und bauten Brücken, Kai und Fundamente für Hotels usw. und ich arbeitete fast 60 Stunden in der Woche. weiterhin alles gute – Opa ERwien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.