Warte auf den Lift

Ich warte auf den Lift und vertreibe mir die Zeit, indem ich zum Fenster hinausschaue und die Landschaft genieße. Und dann bimmelt es vertraut, gefolgt von dem mechanischen Geräusch der automatischen Schiebetüren. Das Geräusch wiederholt sich und ich höre die Beschleunigung der Kabine im Liftschacht. Und ich schaue immer noch zum Fenster hinaus und geniesse die Landschaft.

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Es fühlte sich seltsam an

Es fühlte sich seltsam an. Von Anfang an. Schon als ich aufwachte, hatte ich das dumpfe Gefühl, dass heute nicht mein Tag sein könnte. Natürlich verspätete sich noch der Zug. Erstaunlicherweise konnte ich auf dem Weg zum Büro 10 Minuten zurückgewinnen. Als ich im Geschäft vor der Eingangsschranke stand, bemerkte ich, dass mein Zugangs-Batch nicht funktionierte. Glücklicherweise kam gerade eine […]

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Eigentlich ein böser Mensch

Was das Wörtchen „eigentlich“ bedeutet, habe ich an anderer Stelle bereits erklärt. Heute wurde mir aber bewusst, dass es nicht in alle Richtungen gleich wirkt. Beispiel: „Du bist eigentlich ein böser Mensch“ oder „du wärst eigentlich ein lieber Mensch“. Genau genommen heißt es in der „bösen“ Variante: „Du scheinst ein lieber Mensch zu sein, aber du bist ein böser!“. In […]

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Nicht mein Tag

Als der Wecker klingelte, drückte ich an Stelle der Weckwiederholung die Ausschalttaste. Daran erinnerte ich mich aber rechtzeitig – nachdem ich fünf Minuten geschlummert hatte. Nun hatte ich zwei Möglichkeiten: sofort aufstehen oder den Wecker neu stellen. Natürlich könnte man sagen, ich hätte mich falsch entschieden. Aber in Zeiten, wo jede Minute zählt … Deshalb stellte ich nun notfallmässig einen […]

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Trittleiter

Ich weiß: manchmal bin ich etwas kleinlich. Vielleicht auch in diesem Fall. Aber dennoch. Ich war auf der Suche nach einer kleinen Trittleiter. Schnell wurde ich fündig, das Angebot ist riesig. Eine Firma ist mir besonders aufgefallen. Ihre Trittleiter heißt: „Little Jumbo“. Naja, es gibt zwei verschiedene. Sie heißen beide „Little Jumbo“. Egal, ob zweistufig oder dreistufig – „Little Jumbo“. […]

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Morgen werde ich es mal so versuchen …

Das Phänomen ist mir nicht neu. Dennoch. In den überfüllten S-Bahn Zügen von Zürich kann es nicht sein, dass niemand neben mir sitzen will. Nicht, dass ich mich beklagen will. Ich finde es praktisch, vier Sitze für mich zu haben, während sich andere zusammen in ein Abteil quetschen. Ich habe trotzdem eine große Studie gemacht und alles ganz genau beobachtet. […]

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Evolution 2.0

Die Evolution verfolgt ein ganz einfaches Prinzip: Nur die stärksten überleben, die schwächsten verschwinden. Irgendwann ist es aus dem Ruder gelaufen und der Mensch hat es geschafft, auch an Orten zu überleben, wo überleben biologisch gesehen nicht möglich ist. Wo die Anbaufläche nicht reicht, die Menschen zu ernähren. In Städten zum Beispiel. Aber die Evolution hat sich etwas einfallen lassen. […]

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Angekommen

Und da sitze ich nun an der Bar. Mitten in Zürich. Und mir fällt wieder ein, wohin ich eigentlich wollte.
Als ich in der Lehre zum Bäcker war, gab es eine Regel: wer die Kundenbestellung für den Meister nicht richtig zusammenstellte, der musste die fehlenden Brötchen mit dem Mofa nachliefern. Eine Stunde hin, eine Stunde zurück.
Für einen 17-jährigen Lehrling eigentlich keine große Strafe … in Gedanken versunken, ohne Eile, mit dem Mofa
durch die Gegend brausen, die Freiheit genießen …
Und da sitze ich nun an der Bar. Mitten in Zürich. Ich bin 30 Jahre älter und mir fällt jetzt wieder ein, weshalb ich
mit dem Mofa unterwegs bin. Aber die Brötchen sind nun hart …

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Schuppen

Es gibt Dinge, die gehören einfach zusammen. Fische und Schuppen zum Beispiel. Fische sehen ohne einfach doof aus – außer, sie liegen in der Bratpfanne. Und dann gibt es Dinge, die verändern sich zum Positiven. Junge Papageien zum Beispiel. Nur wenige Jungtiere sehen so zerzaust und unniedlich aus – um später zu wunderschönen Tieren zu werden. Und dann ist da […]

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Schwarzfahrer

Mit großen Augen schaute er mich an. Das Lid zuckte gelegentlich, die Stirne legte sich in Falten. „Was?“, fragte ich. „Wie sieht es denn nun aus?“, fragte er. „Wenn Sie mich drängen, schlecht!“ „Wir haben aber nicht den ganzen Tag Zeit!“ „Ich auch nicht, und Lust darauf schon gar nicht!“ „Warum kommen Sie dann ausgerechnet zu mir?“ „Weil wir hinten […]

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Ferien zu Hause

Wenn ich gewusst hätte, dass die Gemeindearbeiter, welche am Montag Morgen um 07:30 vor meinem Schlafzimmerfenster mit der Motorsense das Gras um einen Baum herum mähten, spät dran waren, dann hätte ich mich wohl nicht so aufgeregt! Im Vergleich zu jenen, die heute Morgen um 5:30 die Kanalisation durchspülten, waren sie auf jeden Fall spät. Und verglichen mit denen heute, […]

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