Ich hasse ÖV!

Ja, genau. Nachdem ich gestern die Bahnfahrt als sehr angenehm empfunden hatte, wollte ich nun meine Reiseerfahrungen erweitern. Weil ich nur bis Mittag arbeiten musste, konnte ich doch den Nachmittag nutzen, Zürich zum Shopping auszuprobieren. Die S-Bahn Verbindungen waren viel besser und ich musste keine Minute warten; von Stadelhofen aus fährt offensichtlich alle paar Minuten ein Zug an den Hauptbahnhof.

Es war kein Shoppingwetter. Der Regen kam quer. Egal, ob man einen Schirm trug oder nicht: Man wurde nass. Schon bald wollte ich deshalb nur noch nach Hause. Meine Bahn war vor 10 Minuten abgefahren, aber kein Problem: bereits in 20 Minuten der Nächste … klappt ja wie am Schnürchen, dachte ich. Bis mich die Lautsprecherdurchsage aufschreckte: Dietikon, Endstation. Endstation? Nicht wirklich, oder??

Ob ich es glaubte oder nicht – der Zug fuhr nicht mehr weiter. Glücklicherweise schien nun wieder die Sonne und trocknete meine Kleider. Ich wartete also wieder 30 Minuten.

Die Fahrt, dauerte nicht lange. Aber dennoch, es wurde dunkel draussen. Wolken verdeckten den Himmel. Mein Umsteigebahnhof zeigte sich in sonderbarem Licht. Auf dem Peron stehend und auf den Zug wartend, konnte ich ein Wetterspektakel beobachten. Es war nass, kalt und von der Seite kommend. Ich war innert weniger Augenblicke wieder durch und durch eingeweicht. Die letzten vier Minuten Zugreise unspektakulär. Die anschliessenden 10 Minuten Fussmarsch schon. Denn das Wetter über dem Umsteigebahnhof war zum Vergleich recht harmlos. Langer Rede kurzer Sinn: Ich erreichte meine Wohnung tropfend und kalt. Es war übel. Ausserdem brauchte ich für den Arbeitsweg über 3 Stunden (ohne Shopping).

Wäre ich mit dem Auto gefahren, hätte ich 50 Minuten gebraucht, 10 Sekunden von der Haustüre entfernt parkieren können und das Shopping in einem Einkaufszentrum mit Parkhaus gemacht. Ich hasse ÖV …

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