Gute Nachrichten

Haben Sie sich auch schon überlegt, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn man nur noch gute Nachrichten hören oder lesen würde? Klar: Es würde das gleiche geschehen, aber weil man darüber positiv berichtet, würden die Menschen weniger Angst haben und dadurch positiver leben! Ein Beispiel: In einer Massenkarambolage stossen 100 Autos zusammen und die Nachrichten berichten vom tragischen Tod von 5 Menschen. Das ist schlimm, besonders für die Angehörigen; kein Zweifel. Wie viele Eltern stellen sich nun vor: Was wäre, wenn das mein Kind wäre? Ich habe immer gesagt, dass es auf der Strasse gefährlich ist! Würde man die gleiche Nachricht positiv schreiben, so würde es heissen: Massen-karambolage mit 100 Autos. Über 100 Personen überleben das Unglück, mehrheitlich sogar unverletzt! Viele Mütter würden denken: Zum Glück ist nicht mehr passiert! (Und ihre Söhne mit einem besseren Gefühl wieder auf die Strasse lassen) Ich habe mir natürlich überlegt, wie ich im Dorfladen schlechte Nachrichten positiv umdrehen kann. So zum Beispiel bei einem Preisaufschlag. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man verschweigt es oder man hebt einen Mehrwert hervor. Klar: Wenn Milch mehr kostet, so wird sie vermutlich nicht mehr Vitamine haben oder besser schmecken (das würde ich persönlich als echten Mehrwert betrachten!), also verschweigen, ausser die Verpackung hat sich verbessert … dafür auf einen Preisabschlag bei einem anderen Produkt hinweisen. Wenn in einem schlechten Sommer die Salatpreise so hoch sind wie seit Jahren nicht mehr, so muss man das nicht erwähnen sondern schreiben: Noch nie mussten die Gemüsebauern so wenig bewässern, wie in diesem Jahr! (Das erklärt zwar nicht den Preisaufschlag, aber weniger bewässern ist gut für die Umwelt und was gut ist für die Umwelt, kostet nun mal was …)
Eine meiner Lieblingskundinnen hat sich kürzlich beschwert, dass ihr Waschmittel schon wieder einen Preisaufschlag hatte und sie das nicht bereit wäre zu bezahlen; jedes mal, wenn sie ein Pack dieses Produktes kaufe, sei es teurer! (Sie hatte recht – sie war mein Lieblingsekel und somit Gradmesser für Preiselastizität … testen, wie viel etwas kosten kann und immer noch gekauft wird!) Sie brachte mir sogar den Kassenzettel vom letzten Mal mit, um es zu beweisen (wäre nicht nötig gewesen, ich hatte den Preis selbst geändert). Ich fragte sie, was sie nun machen wolle? Darauf antwortete sie: „Nicht mehr hier kaufen!“ „Wie lange fahren sie mit dem Fahrrad in die Stadt?“ fragte ich zurück. „Ich werde ganz bestimmt nicht mit dem Fahrrad in die Stadt fahren und Waschmittel mitschleppen; ich nehme den Zug!“ antwortete sie unfreundlich. „Ach, und da fahren sie Gratis?“ Sie kauft das Waschmittel nun immer noch bei mir … und um es positiv zu sagen: Sie spart das Geld für die Fahrkarte!

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