Gold!

So muss eine Sportmeldung sein! “In einer hervorragenden Fahrt lässt Didier Défago die Konkurrenten hinter sich und gewinnt in Kanada olympisches Gold!”

Gleich vorweg: Ich gönne Défago diese Medaille über alles! Und die Leistung alle Sportler, welche sich für Vancouver qualifiziert haben, könnte ich selbst nicht erbringen.

Aber: Kann man sagen: “lässt seine Konkurrenten hinter sich” wenn der Nächstplazierte 5, der Dritte 9 Hundertstelsekunden nach ihm ins Ziel kommen?

Für den Skirennfahrer waren diese Sekundenbruchteile entscheidend, das Siegertreppchen erklimmen zu können oder eben nicht. Für seine Mitkonkurrenten übrigens auch.

Aber wie wichtig ist eine Hundertstelsekunde für uns Normalsterblichen? Oder eine Sekunde? Die 15 ersten Ränge der Abfahrt in Vancouver lagen gerade mal 1 Sekunde auseinander.

Man könnte im Zielraum stehen und zuschauen – mit blossem Auge könnten wir einen Unterschied von 5 Sekunden nicht wahrnehmen … mit 5 Sekunden Verspätung kam übrigens Rang 46 ins Ziel.

Egal, im wirklichen Leben sind Sekundenbruchteile nicht wichtig. Défago ist gemäss meinen Recherchen Architekt. In diesem Beruf zählen die Sekunden auch nichts. Selbst wenn das Telefon klingelt, hat man mehr als eine Sekunde Zeit, ranzugehen.

Ach, was soll’s … freuen wir uns am Erfolg der Sportler! Nach Prüfungen fragt schliesslich auch niemand danach, mit welchen Punktzahlen man es geschafft hat.

Juhui … wir sind wieder eine Skination …

Wie? Die Schweiz eine Segelnation?? Wer kommt denn auf so eine Idee … wir haben ja gar kein Gewässer, welches gross genug wäre, ein Segelschiff von Alinghi oder BMW Oracle überhaupt nass zu machen, geschweige denn schwimmen zu lassen …

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