Evolution 2.0

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Die Evolution verfolgt ein ganz einfaches Prinzip: Nur die stärksten überleben, die schwächsten verschwinden. Irgendwann ist es aus dem Ruder gelaufen und der Mensch hat es geschafft, auch an Orten zu überleben, wo überleben biologisch gesehen nicht möglich ist. Wo die Anbaufläche nicht reicht, die Menschen zu ernähren. In Städten zum Beispiel.

Aber die Evolution hat sich etwas einfallen lassen. Sie hat herausgefunden, dass es nicht reicht, dem Menschen die Nahrungsgrundlagen vor zu enthalten. Es musste eine bessere Lösung her.

Mein Großvater pflegte zu sagen, dass man eine Kuh am Halfter nicht in eine andere Richtung führen kann, wenn sie es nicht will. Man müsse ein paar Schritte in ihrer Richtung mitgehen und dann einen Bogen laufen.

Genau so macht es die Evolution. Statt zu versuchen, den Menschen direkt auszurotten, hat sie ihn schlauer gemacht. So schlau, dass er Handys entwickeln konnte. Und siehe da: Der Plan hat funktioniert!

In Westeuropa sterben die dümmsten Menschen nicht an Hunger! Nein, sie werden von Autos oder Zügen überfahren, während sie auf ihren Smartphones den Krimi vom Vorabend schauen.

Und die Evolution bleibt nicht stehen! Bereits ist sie daran, die nächste Selektionsmethode einzuführen. Rollkoffer.

Ich kann mir jedenfalls keinen anderen Grund vorstellen, weshalb jeden Morgen im Berufsverkehr tausende über ihre Miniaturrollkoffer stolpern, in Treppenhäusern stecken bleiben oder beim Versuch, den Zug zu verlassen, in den Türen zerquetscht werden, außer der natürlichen Selektion!

Und ich bin sicher: Es trifft die Richtigen!

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