Eigentlich …

Eigentlich ist es nur ein Wort. Eigentlich. Aber … und genau das ist der Punkt!

Es ist Jahresende und wie üblich werden Mitarbeitergespräche geführt. Eigentlich etwas Gutes, wenn nicht eigentlich davor stehen würde …

Oder haben Sie jemals einen Vorgesetzten gehört, welcher mit “eigentlich” begonnen hat und Sie das Gespräch mit einer Lohnerhöhung abschliessen konnten? Eben …

Gespräche mit “eigentlich” in der Einleitung enden fast immer mit einem: “ … aber leider …”

Überhaupt. Wenn das Qualifikationsgespräch nicht mit einem “eigentlich” beginnt, so startet es sicher mit Smalltalk. “Schön, dass Sie sich Zeit genommen haben, für unser Jahresgespräch …“ (Als ob ich die Wahl hätte … ) Und würde man sich nicht auf das Geplänkel einlassen, so könnte die Frage des Vorgesetzten lauten: “Sie haben zuwenig Zeit ausserhalb der Firma? Nun, Sie werden in nächster Zeit ausgiebig Freizeit geniessen können …

“Nun, da wir gerade so beisammen sitzen, können wir unser Jahresendgespräch führen … Eigentlich sind wir mit Ihrer Arbeitsleistung sehr zufrieden, aber eben nicht ganz so, dass es für eine Lohnerhöhung reicht … dafür müssen Sie schon etwas mehr leisten …”

“Wissen Sie, Chef, eigentlich sind Sie der beste Vorgesetzte, welchen sich eine Firma wünschen kann! Sie führen das Geschäft sehr subtil! Man bemerkt gar nicht, dass Sie in der Firma sind! Und wenn Sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise sind … kein Problem. Sie werden weder vermisst, noch fehlt Ihre Arbeitskraft. Eigentlich könnten Sie von zu Hause aus die Firma leiten. Somit könnte sich die Firma Ihren Geschäftswagen einsparen. Aber damit wären Sie ja sicher nicht einverstanden. Schade, eigentlich eine gute Idee … “

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