Deutschland räumt auf

Ein verregneter Sonntag, ideal zum rumhängen und fernsehen. Und was seh’ ich da? Deutschland räumt auf!

Zuerst eine Sendung über die deutsche Wirtschaft. Oder besser gesagt, über deutsche Erfolgsgeschichten. Mercedes, Kärcher und viele weitere. Firmen, welche (so der Bericht) in Deutschland produzieren und sich immer verbessern. Hohe Qualität und erfolgreich im Ausland.

Und Ausland ist gerade das Stichwort für die Sendung am Nachmittag. Deutschland schickt die dümmsten Bürger mit einem Kamerateam ins Ausland. Für immer. Mutter und Tochter zum Beispiel in die Türkei. Zusammen mit dem Freund der Tochter eröffnen die beiden ein Restaurant. Also theoretisch. Denn: Ahnung von Gastronomie haben alle nicht. Oder vom Kochen.

Dafür wenigstens organisatorisch Talentiert? Fehlanzeige. Sie sind schlicht vier Wochen dort und müssen am Tag vor der Eröffnung einen Koch anstellen, überlegen, was sie anbieten wollen und Besteck kaufen. Und weil das Budget etwas knapp ist, kaufen sie nur das Nötigste.

Ach ja. Die Idee mit der Pizza durften sie anschliessend auch verwerfen, weil der Ofen mehr Strom brauchte, als die Leitung lieferte. Aber so etwas stellt ja bekanntlich jeder Unternehmer am Tag vor der Eröffnung fest …

Anschliessend: Zwei 18-Jährige, welche der Band Tokio Hotel nachreisen. Durch ganz Europa. Dafür hat die Eine sogar auf eine Lehrstelle verzichtet und sich eine Auszeit genommen. Naja: So dumm wie die sind, finden die ja auch nicht mehr nach Deutschland zurück …

Und am Abend: Mein Freund Klaus im Beet! Der unfähigste Kleingärtner Deutschlands. Und warum ist der nicht im Ausland? Weil er nicht dumm ist! Dieser Kerl hat es geschafft, dass ihm eine Fernsehsender das Studium finanziert, ohne dass er etwas können muss dafür … clever!

Allerdings: Wirkliche Erfolgsgeschichten werdet ihr mit solchen Mitbürgern nicht mehr schreiben können …

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