Das Geheimnis der verschwundenen Socken

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Ich weiss, die Geschichte ist vermutlich so alt, wie man Wäsche wäscht. Oder zumindest so alt, wie es Waschmaschinen gibt. Die verschwundenen Socken. Bestimmt wurden darüber bereits Bücher geschrieben und irgendwo auf der Welt wird ein gelangweilter Wissenschaftler seine Studien gemacht haben. Ich habe heute aber das wirkliche Geheimnis herausgefunden!

Ich war mit dem waschen meiner Kleider beschäftigt, als ich mir Gedanken zum Thema „verschwundene Socken“ machte. Und weil ich nichts Besseres zu tun hatte, schleppte ich meinen Fernsehsessel in die Waschküche und setzte mich vor die Waschmaschine. Ich verfolgte jede Trommelumdrehung und konnte eigentlich nichts erkennen. Die Umdrehungen waren zu schnell und es war zu dunkel.

Den nächsten Waschgang startete ich, nachdem ich eine Taschenlampe, eingeschaltet natürlich, mit in die Wäsche gab. Das einlaufen des Wassers konnte ich sehen. Zumindest, bis es die Lampe erreichte. Ein zackiger Kurzschluss liess des helfende Licht erlöschen und die Prozedur war wieder nicht erkennbar. Die akustische Veränderung schrieb ich der mitgewaschenen Taschenlampe zu und nicht einem veränderten Verhalten des Gerätes.

Nach einer Stunde war das Program durchgelaufen und ich konnte endlich einen neuen Versuch starten.

Ich versuchte alles! Jedes Program, mit oder ohne Vorwäsche.

Mit einem Scheinwerfer von aussen hatte ich den grössten Erfolg! Schliesslich war es nun schon der fünfundzwanzigste Waschgang und ich konnte immer noch nichts erkennen. Die Trommel drehte sich schlicht zu schnell. Aber vielleicht war ja gerade dies das Geheimnis .

Ich beschloss, die Waschmaschine genauer zu untersuchen und zerlegte sie in ihre Einzelteile. Ihr glaubt gar nicht, wie viel man da abbauen kann!

Habe ich schon erwähnt, dass ich von solchen Geräten keine Ahnung habe? Naja, zerlegen ist relativ einfach. Zusammensetzen wesentlich schwieriger. Zumal ich keinen Plan hatte.

Nach zwei Tage war es vollbracht. Die Waschmaschine stand wieder in Würfelform vor mir und abgesehen von einer einzelnen Schraube, war nichts übrig geblieben.

Der Wassereinlauf funktionierte einwandfrei. Störend fand ich nur, dass das Wasser überall wieder auslief. Ich könnte schwören, das war vorher nicht so!

Nach dem Einschalten knisterte und brutzelte es ein wenig, aber die Trommel drehte sich. Ganz langsam zwar, aber sie drehte sich. Und sie quitschte. Auch das kam mir neu vor.

Ich betrachtete die einzelne Schraube. Und dabei fiel es mir wie Schuppen von den Augen!

Es ist nicht so, dass in der Waschmaschine Socken verschwinden! In Wirklichkeit hat man jeweils einen zu viel!

Soll noch mal jemand sagen, ich sei nicht clever!

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