Beipackzettel

Welche Überraschung:

Schlagzeile vom Schweizmagazin.ch am 21.7.2009:

Beipackzettel verursachen Nebenwirkungen

Anstatt alle Unsicherheiten zu beseitigen, lösen Beipackzettel von Medikamenten bei Patienten Angst, Zweifel und Unzufriedenheit aus. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Witten/Herdecke aus einer Untersuchung von 35 Patienten, die mindestens ein Medikament regelmäßig einnehmen. Sichtbar wurde dabei, wie diese gesetzlich geforderten Begleitinformationen wahrgenommen werden und welche Ansprüche Patienten an diese Informationen stellen.

Natürlich haben Beipackzettel Nebenwirkungen: Nachdem man das Kleingedruckte, (welches Verträgen einen seltsamen Beigeschmack gibt), endlich entziffert werden konnte, aber selbst für Nichtanalphabeten kaum zu verstehen ist, sollte man den Beipackzettel wieder in die Verpackung bringen. Es ist wie bei einem Reisekoffer: Auf biegen und brechen, mit Hilfe von Flüchen und physischer Gewalt, bringt man (resp. frau) den Inhalt eines fünftürigen Schrankes in einen einzigen Koffer.

(Zu meinem Erstaunen sind Koffer auf der Rückreise noch schwerer!) Den Beipackzettel wieder in die ursprüngliche Grösse zu falten, entspricht in etwa dieser Herausforderung. Sollte man diese wirklich schaffen, das Medikament nicht mehr brauchen, so bewahrt man alles auf. Logisch.

Und nun? Ich als Mann? Ich gehe nicht zum Arzt. Schon gar nicht, wenn ich Medikamente zu Hause habe. Bei Schmerzen versuche ich mich an die Behandlung bei ähnlichen Problemen zu erinnern. Meist fällt mich nichts ein und ich wälze mich durch mehrere Beipackzettel. Fluche und Falte. Und nehme am Ende Aspirin, weil ich es kenne. Ob’s das Richtige ist? Mir doch egal, ich bin ein Mann …

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