Alternative zum Schäfchen zählen

Der Tag ist vorüber, dein Werk ist vollbracht. Ich liege im Bett, zufrieden mit dem Vergangenen, gespannt auf das kommende. Ich weiss: Jetzt kann ich nichts tun, muss ich nichts tun. Jetzt ist Zeit für den Körper, herunterzufahren und zu regenerieren.

Kurz: Ich liege im Bett und will schlafen.

Das Kissen ist zu unförmig, zu kalt. Ich drehe mich um, verändere die Kopfunterlage und atme tief durch.

Der Wasserhahn tropft heute wieder besonders laut. Die Nachbarn dürften auch langsam ruhiger werden. Und überhaupt.

Schäfchen zählen. Eins, zwei, drei, vier …

Meine Schäfchen sind weiss … warum eigentlich? Naja, die Schwarzen würde ich in der Nacht nicht sehen, beim hüpfen …

Warum Nacht? Nur weil ich im Bett liege, müssen meine Zählschäfchen ja nicht in der Nacht über den Zaun hüpfen …

Und überhaupt: Warum laufen die nicht einfach an mir vorbei? Warum hüpfen sie über einen Zaun?

Ich will mich jetzt nicht mit der Farbe und dem drum herum beschäftigen, ich will schlafen …

Und weil es nicht gelingt, zähle ich Schafe …

Also: Wo war ich verblieben? Fünfundzwanzig oder zweiunddreissig? Ach, nochmal von Anfang.

Eins, zwei, drei, vier, fünf … eins schwarz, eins weiss, eins rosa …

Wie? Rosa? Ein Schaf? Ich bin hellwach! Oder träum ich?

Wer hatte wohl die Idee, Schafe zu zählen? Das ist Stress pur …

Ich zähle etwas anderes … etwas ruhigeres … Himbeeren? Erdbeeren? Nein, das gibt Appetit …

Blumen? Autos? Filzstifte? Häuser? Steine? Wecker?

… ein Pipipip, zwei Pipipip, drei Pipipip …fünfundneunzig Pipipip …

Hoppla, jetzt aber schnell …!!

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