Über Drogenpolitik kann man bekanntlich endlos diskutieren. Und dass ein Politiker mal eine aufsehenerregende Aussage macht, ist auch nicht neu.
Der Tessiner FDP-Ständerat und Schweizer Europaratsabgeordnete Dick Marty hat sich für eine weltweite Freigabe von Drogen ausgesprochen. Das Drogenverbot habe "in eine totale Pleite geführt", sagte er in einem Interview mit dem österreichischen "Kurier" vom Freitag.
Ich finde den Vorschlag toll! Schliesslich würde man mit dieser Massnahme gleich eine zweite Fliege schlagen:
Die kalabresische Mafia ist schon lange hierzulande tätig. Bedenken des Bundesamts für Polizei, wonach die Kriminellen vermehrt in die Schweiz kommen könnten, sind nach der jüngsten Offensive der italienischen Carabinieri aktueller denn je.
Wenn nähmlich die Drogen nicht mehr verboten wären, so wären die Geschäfte der Mafia automatisch nicht mehr illegal und somit die ‘Ndrangheta als Firma und nicht als Gefahr zu betrachten!
Man könnte es vergleichen mit der kürzlich veröffentlichten Bevölkerungsstatistik von Zürich: Der Ausländeranteil habe im vergangenen Jahr abgenommen. Zugenommen haben lediglich die Einbürgerungen … Schon klar: Wenn ich aus einem Ausländer einen Schweizer mache, habe ich einen Ausländer weniger und einen Schweizer mehr.



