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Tag: Fahrrad

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, fit zu bleiben. Man muss sich nur ein bisschen mehr bewegen und gewisse Verhaltensmuster verändern. Oder zum Beispiel mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit fahren. Genau dies wollte ich von nun an machen. Ich schätze meine sportliche Leistungsfähigkeit recht realistisch ein. 15 Kilometer pro Stunde, bei einem Arbeitsweg von 45 Kilometern, macht 3 Stunden. Uff … Naja, ich wäre nicht ich, hätte mich nicht der Ehrgeiz gepackt. Bestimmt schaffte ich es schneller. Ich rechnete mit einer Fahrzeit von 2 Stunden, schliesslich hatte ich um diese Uhrzeit mit wenig Verkehr zu rechnen und Stau würde ich wohl auch kaum erleben. Morgens um 5 Uhr auf einem Fahrrad zu sitzen, war eine neue Erfahrung. Und schon nach wenigen Metern konnte ich die erste Abkürzung über einen Feldweg nehmen.

Langsam wurde ich warm, die Kurve erwischte ich mit anständigem Tempo und auch die Autobahnauffahrt meisterte ich problemlos. Im Auto ist man sich gar nicht bewusst, wie glatt und eben der Belag auf der Schnellstrasse ist. Aber für’s Radfahren ideal.

Richtig ins schwitzen kam ich, als ich die erste Steigung bewältigen musste. Ich verlor wertvolle Minuten und drohte, zu spät zur Arbeit zu erscheinen. Schliesslich konnte ich aber den Bergpreis für mich verbuchen und nach dem Tunnel ging es langezogen bergab. Die Autobahnraststätte liess ich Raststätte sein und radelte wacker weiter.

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Wieder mal eine Schlagzeile zum Nachdenken:

Nach einem Zwischenfall mit einem chemischen Stoff im Güterbahnhof Aarau sind am Montag sieben Personen vorsorglich zur Kontrolle ins Spital gebracht worden. Bei der ausgetretenen Flüssigkeit handelt es sich wahrscheinlich um einen aromatisierten Stoff, der für die Herstellung von Parfum verwendet wird.

Nachzulesen bei: www.nzz.ch

Zur Herstellung von Parfum … hmmm … und ich wundere mich, warum morgens im Zug ein beissender Geruch in der Luft hängt …

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Ja, manchmal klingt es fast unglaublich, es ist aber wahr: Ich besitze ein Fahrrad! Heute, schönes Wetter, warum auch nicht. Klar, das Fahrrad hängt an seinem Platz, seit ich hier wohne. Luft in den Reifen hatte es schon letztes mal nicht mehr … Pumpe gesucht, Lampen zusammengepackt, Batterien gewechselt. Turnschuhe suchen (Warum klebt da noch das Preisschild? Habe ich die wirklich noch nie getragen? Hab sie doch schon länger …)! Und dann in den Keller. Hmmm. Rost. Unglaublich, wie schnell so eine Fahrradkette rostet. Und die Speichen. Egal, wird schon gehen. Bisschen putzen und gerade biegen. Luft pumpen. Ich bin völlig durchgeschwitzt. Wo war nochmal der Kleber mit der Nummer? 2006? Hmm.. habe ich das Fahrrad wirklich so lange nicht benutzt?

Ich setze mich drauf, es klickt und klackt, ruckelt und schnarrt … irgendwann habe ich das Gleichgewicht gefunden und kann die Pedale treten. Jetzt aber zügig, habe schon einige Zeit verloren. Die Luft ist kühl, aber ich schwitze. Sehr. Wasserflasche? Steht wohl noch in der Küche … Die Fahrt wird zur Qual. Die Sonne brennt heiss auf mein Haupt. Die nächste Steigung, uff, muss das sein? Was habe ich mir da nur angetan? Endlich sehe ich das Haus wieder, wenige Pedalumdrehungen später bin ich wieder zuhause. Nassgeschwitzt, Po schmerzt, ziehen in den Beinen.

Naja, das erste Mal ist immer schwer. Aber wenn ich dran bleibe, werde ich nächstes Mal bestimmt zehn Minuten durchhalten … 

Ja, ich weiss, Helmtragen ist gut. Nicht nur auf dem Motorrad, auf der Baustelle oder im Krieg. Nein, ganz besonders auch auf dem Fahrrad. Als Schwächster aller Verkehrsteilnehmer muss man seinen Kopf schützen.

Ja, ich weiss, unser Dorfladen ist nicht der Neueste; aber Helmtragen beim Einkaufen?

Ich würde ja eigentlich nichts sagen, wenn die Helmträger sich ganz unauffällig benehmen würden und einfach ihre Einkäufe tätigten. Aber nein! Genau diese Kundengruppe irrt planlos durch den Laden, findet dieses und jenes nicht, vergisst das andere (das Grüssen sowieso) und motzt rum, wenn sie nicht schnell genug bedient werden!

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