Eigentlich ist es gar nicht so schwer, fit zu bleiben. Man muss sich nur ein bisschen mehr bewegen und gewisse Verhaltensmuster verändern. Oder zum Beispiel mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit fahren. Genau dies wollte ich von nun an machen. Ich schätze meine sportliche Leistungsfähigkeit recht realistisch ein. 15 Kilometer pro Stunde, bei einem Arbeitsweg von 45 Kilometern, macht 3 Stunden. Uff … Naja, ich wäre nicht ich, hätte mich nicht der Ehrgeiz gepackt. Bestimmt schaffte ich es schneller. Ich rechnete mit einer Fahrzeit von 2 Stunden, schliesslich hatte ich um diese Uhrzeit mit wenig Verkehr zu rechnen und Stau würde ich wohl auch kaum erleben. Morgens um 5 Uhr auf einem Fahrrad zu sitzen, war eine neue Erfahrung. Und schon nach wenigen Metern konnte ich die erste Abkürzung über einen Feldweg nehmen.
Langsam wurde ich warm, die Kurve erwischte ich mit anständigem Tempo und auch die Autobahnauffahrt meisterte ich problemlos. Im Auto ist man sich gar nicht bewusst, wie glatt und eben der Belag auf der Schnellstrasse ist. Aber für’s Radfahren ideal.
Richtig ins schwitzen kam ich, als ich die erste Steigung bewältigen musste. Ich verlor wertvolle Minuten und drohte, zu spät zur Arbeit zu erscheinen. Schliesslich konnte ich aber den Bergpreis für mich verbuchen und nach dem Tunnel ging es langezogen bergab. Die Autobahnraststätte liess ich Raststätte sein und radelte wacker weiter.



