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Kategorie: Selbstversuch

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, fit zu bleiben. Man muss sich nur ein bisschen mehr bewegen und gewisse Verhaltensmuster verändern. Oder zum Beispiel mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zur Arbeit fahren. Genau dies wollte ich von nun an machen. Ich schätze meine sportliche Leistungsfähigkeit recht realistisch ein. 15 Kilometer pro Stunde, bei einem Arbeitsweg von 45 Kilometern, macht 3 Stunden. Uff … Naja, ich wäre nicht ich, hätte mich nicht der Ehrgeiz gepackt. Bestimmt schaffte ich es schneller. Ich rechnete mit einer Fahrzeit von 2 Stunden, schliesslich hatte ich um diese Uhrzeit mit wenig Verkehr zu rechnen und Stau würde ich wohl auch kaum erleben. Morgens um 5 Uhr auf einem Fahrrad zu sitzen, war eine neue Erfahrung. Und schon nach wenigen Metern konnte ich die erste Abkürzung über einen Feldweg nehmen.

Langsam wurde ich warm, die Kurve erwischte ich mit anständigem Tempo und auch die Autobahnauffahrt meisterte ich problemlos. Im Auto ist man sich gar nicht bewusst, wie glatt und eben der Belag auf der Schnellstrasse ist. Aber für’s Radfahren ideal.

Richtig ins schwitzen kam ich, als ich die erste Steigung bewältigen musste. Ich verlor wertvolle Minuten und drohte, zu spät zur Arbeit zu erscheinen. Schliesslich konnte ich aber den Bergpreis für mich verbuchen und nach dem Tunnel ging es langezogen bergab. Die Autobahnraststätte liess ich Raststätte sein und radelte wacker weiter.

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Vielleicht ist es Eitelkeit, aber eigentlich ist es mir egal. Ich möchte eine gesunde Hautfarbe, möchte dies ohne Verbrennungen und ohne Zeitaufwand erreichen. Die Lösung ist denkbar einfach: Selbstbräuner! Oder Solarium. Zweiteres aber ein Zeitaufwand. Ich habe mich also im Supermarkt durch die verschiedenen Selbstbräuner durchgelesen. Ok, ich geb’s zu: Ich wurde nicht schlau daraus und die Preise der einzelnen Produkte hielten mich vom Spontankauf ab.

Frage an Tante Google: Wie wirkt Selbstbräuner? Schnell fand ich die Erklärung – allerdings keine, die mich irgendwie weiterbrachte. Spannend allerdings die Geschichte über die Entdeckung von Selbstbräuner:

1920 wurde ein Versuch zur Austestung von potenziellen Diabetiker-Süßstoffen durchgeführt. Unter den Substanzen war auch DHA. Als Süßstoff erwies sich die Verbindung als unbrauchbar – seine Färbungswirkung indes wurde Mitte der 50er Jahre durch Zufall von Eva Wittgenstein an der Kinderklinik der University of Cincinnati entdeckt.

Süssstoff? Naja, ich als gelernter Bäcker Konditor mit Erfahrung in Confiserie, hatte sofort eine Idee: Selbst herstellen! Ich begann , Zucker zu schmelzen … viel Zucker … bald hatte ich feines Karamell, verdünnte es ein bisschen, und schliesslich hatte ich eine flüssige Masse mit einem feinen Braunton. Diese trug ich anschliessend auf meinen Körper auf.

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Ich weiss: Die Geschichte hört sich seltsam an. Und einiges ist jetzt im Nachhinein auch nicht mehr so klar wie davor. Beispielsweise, wessen Idee es war. Und ob mein ehemaliger Mitbewohner Kurt wirklich darum gebeten hatte.

Aber, eigentlich ist es jetzt auch nicht mehr wichtig. Kurt ist Geschichte. Aber ich hatte ihn gewarnt! Wortwörtlich hatte ich zu ihm gesagt: ”Kurt, nicht so gierig, eine Halbe reicht völlig aus! Denk an dein schwaches Herz!”

Aber er bestand darauf (jedenfalls glaube ich mich daran zu erinnern) und ich löste ihm eine ganze Viagrapille im Wasserglas auf. Kurt hat, respektive hatte, ein Problem damit, eine ganze Pille zu schlucken. Ich füllte ihm die Lösung in seine Trinkflasche und er begann gierig die ganze Ladung auszutrinken. Schliesslich hatte er es geschafft. Gemeinsam warteten wir auf die Wirkung. Eigentlich war der Selbstversuch schlecht geplant. Ich hatte vergessen, Kurt eine Partnerin zu besorgen.

Im Nachhinein betrachtet, war es aber wohl gut so. Ich weiss nicht, ob sie es überlebt hätte.

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Heute grüsse ich euch aus der städtischen Nervenheilanstalt. Es fühlt sich eigenartig an. Nachdem ich nun seit 3 Monaten keine elektronischen Geräte anfassen durfte.

Wie es dazu kam? Naja … wie soll ich sagen … eine Verkettung unglücklicher Zufälle …

Es begann damit, dass ich mir Gedanken machte, was ein Unfallpatient wohl während seiner Rettung miterlebt. Aber, wenn man Bewusstlos ist, bekommt man davon ja nichts mit. Deshalb entschied ich mich für einen Selbstversuch.

Ich legte mich also eines Tages auf eine Strasse. Ich starrte den Himmel an und wartete

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Ist die Wirtschaftslage schlecht und die Aktien im Keller, so sollte man kaufen. Und später, wenn die Preise auf dem Höchststand sind. Das ist ganz einfach.

Und Börsengeschäfte kann man heute ja bequem am Computer erledigen. Das ist noch einfacher.

Und mit ebenjenem Gerät kann man die Wirtschaftsdaten verfolgen, Börsenkurse beobachten und sofort reagieren.

Genau dieses habe ich auch gemacht.

Ich suchte mir einige Aktien heraus, von welchen ich glaubte, dass sie unterbewertet sind. Tagelang machte ich mich schlau. Hintergründe und Prognosen. Ich war mir sicher, dass es klappte. Und tatsächlich. Die von mir gewählten Aktien stiegen in den letzten 4 Wochen um sagenhafte 22 Prozent. Durch die Investition einer Million, hätte ich in nur einem Monat einen Ertrag von 220 000.00 erwirtschaftet. Ein nettes Sümmchen nebenbei.

Ich war mir nun sicher: Ich kann’s!

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Verborgenes Talent, oder wie nennt man das? Eben … und wenn ich bisher mit Pflanzen bisher nichts am Hut hatte, so heisst das nicht, dass ich es nicht kann … ausprobieren war angesagt.

Ein Versuch birgt das Risiko des Misserfolgs. Deshalb hatte ich mir die Pflanzensamen günstig besorgt. Mit der kleinen Einschränkung, dass die Beutel nicht angeschrieben waren und ich keine Ahnung hatte, was ich da zu säen begann.

Was ich bereits wusste: Erde umgraben, feinhacken und rechen. Das hatte ich auch schnell erledigt und die Fläche konnte sich durchaus sehen lassen. 4 Meter breit und 8 Meter lang. Ich liebe das Gefühl, barfuss über frische Erde zu gehen.

Ich setzte die Zwiebeln und Stecklinge in zufälligen Reihen. Anschliessend streute ich die Samen aus. Eine richtige Naturwiese.

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Ich im Thermalbad, die Menschen beobachtend. Jedenfalls soweit meine eingeschränkte Sehkraft mangels Brille im Wasser zulässt. Vier Frauen, in weissen Bademänteln, nonnengleich. In Einerreihe,  nach grösse sortiert. Wie die Daltons im Comic. In der Ferne eine Bademeisterin im weissen Leibchen. Die Nonnen schieben Liegestühle durch die Gegend, Badegäste über 80 lechzen ihnen nach.

Die Bademeisterin geht mir nicht aus dem Kopf. Ich weiss nicht, ob sie hübsch ist (über 1 Meter Distanz erkenne ich keine Details ohne Sehhilfe). Aber ich weiss, was aus einem weissen Leibchen wird, wenn es nass ist. Nachpubertäre Träume schwirren mir durch den Kopf.

Wäre doch gelacht, wenn ich die nicht ins Wasser bekommen würde …

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Wer alleine lebt, kennt das Gefühl: Du kommst nach Hause und kein Schwein interessiert’s … Und manchmal bist du froh, dass es Keinen interessiert … Deshalb halten sich viele Menschen Haustiere.

So kam es, dass auch ich mir Gedanken machte, ein Haustier anzuschaffen. Aber was für eins?

Die Anforderungskriterien waren leicht zu definieren: Pflegeleicht, geruchlos, und flexibel. Der neue Wohngenosse sollte einen Tag alleine überstehen …oder auch mal drei.

Ein Hund? Sicher: ein Tier, welches irgendwie mit mir kommunizieren kann, mir zeigt, dass er sich freut, wenn ich nach Hause komme. Aber regelmässig Auslauf? Hmmm …

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Überlebenstraining, im Wald, in Begleitung eines würmerfressenden Survivaltrainers. Genau – das brauche ich nicht. Ich überlebe eine Woche auch ohne Trainer und ganz bestimmt auch ohne grässliches Getier im Teller. Ein Selbstversuch soll den Beweis erbringen.

Ich vertreibe mir am ersten Tag die Zeit mit dem Auskundschaften der Umgebung und entwickele eine Strategie, wie ich wohl zu Nahrung kommen könnte. Blätter und Buschwerk hat es genug. Ich kaue einzelne Blättchen lange und finde schnell heraus, welche schmecken und welche nicht. Die Zweiteren haben mir auch gleich zu reger Darmtätigkeit verholfen und den Appetit für Tag zwei genommen. Wasser hat es genügend und Fische entdecke ich auch. Kleine zwar, aber dennoch …

Tag 4: Ich denke bereits an die Zukunft und beginne Fallen zu bauen, um auch mal etwas grösseres zu erlegen. Leider bleibt der Erfolg aus und ich beginne, die Fische zu fangen. Guppys sind sehr neugierig und leicht von Hand zu fangen, aber der Nährwert ist bescheiden. Langsam gehen mir die Blätter aus und ich werde hungrig. Wenn ich bloss etwas Jagdglück hätte …

Am fünften Tag wird meine Laune schlechter und das schlafen auf dem harten Boden ist nicht wirklich erholsam. Ich spare mir das Wasser für die Körperpflege und hoffte, so wenigstens mehr Erfolg mit meinen Fallen zu haben. Nachdem die Guppys ausgegangen sind, machte ich mich an die Dose mit Fischfutter.

Tag 6: Ich breche die Übung ab. Ich hätte problemlos eine weitere Woche überlebt. Aber die Aquarien sind leer, das Fischfutter klebt am Gaumen und die Yucca sieht ohne Blätter ganz schön doof aus. Nächstes mal werde ich die Überlebenswoche ausserhalb der Wohnung machen …

Wer mich kennt, weiss: Nein, dieser Mensch und dieser Titel passen nicht zusammen. Aber genau deshalb habe ich beschlossen, es doch zu versuchen. Ich wollte mich gut auf das Experiment vorbereiten undsuchte  im Internet nach Tipps und Tricks. Körper so gut wie möglich warm halten. Einfetten, Neoprenanzug … Hallooo?? Das ist doch keine Kunst?

Wikipedia meint zum Thema:

Der Winterbader bleibt nur wenige Minuten im kalten Wasser. So friert er nach dem Bad nicht, sondern er genießt die dann überschiessende Reaktion des Organismus.

 

… geniesst die überschiessende Reaktion des Organismus … da bin ich ja mal gespannt.

Ich liess die Vorbereitungsphase weg.

So (un)vorbereitet stand ich nun am Bergsee, die Eisschollen betrachtend. Winterjacke, Handschuhe, Mütze. Der Atem sichtbar, die Nasenhaare wie Eiszapfen aus den Höhlen hängend. Ich war bereit … Aber war es der See auch? Ich begann zu zweifeln. Und wenn ich nun das ökologische Gleichgewicht durcheinander brachte? Den See zu unpassender Zeit um einige Grad erwärmen würde? Könnte es nicht sein, dass dadurch eine Flutwelle im Tal eine Katastrophe anrichtete?

Andererseits: Ich hatte mich mental vorbereitet, meine Badehose auf den Berg gefahren und stand nun einige Zentimeter vom Ufer entfernt … So weit war ich noch nie. Also los! Jetzt oder nie.

Ich zog Mütze, Handschuhe und Jacke aus, setzte mich ins immer noch warme Auto und fuhr ins Thermalbad. 36°C. Brrr. Definitiv meine Untergrenze!

Ich gebe es zu: Mein Genussmittel ist Kaffee. Tee ist etwas gegen Krankheiten und Unwohlsein. Soweit ich gehört habe.

Neulich war ich auf einem Markt. Dort hatte es einen interessanten Stand, von welchem eine kräftige Duftwolke zu mir drang und meine Sinne kitzelte. Ich ging hin. Hunderte von Tüten mit Tee waren aufgereiht und luden zum schnuppern ein. Chai, Kashmiri Blend, Mandelblüte, Lotus … Kräutertee, Schwarztee, Früchtetee, Grüntee, Mischungen … Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Verkäufer, ein netter, junger Mann, welcher mehr nach Hanf als nach Tee roch, in Sandalen und Wollmütze. Aber er wirkte sehr entspannt und war mit Leidenschaft dabei. Er erklärte mir alles, woher, wieviel und warum. Und er bot mit Muster an.

So kam es, dass ich mit einer Tüte

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Was gibt es schöneres, als an einem kalten Winterabend den Kamin einzuheizen, den Flammen zuzuschauen und sich am offenen Feuer zu wärmen? Eben … schade nur, wenn es in der Mietwohnung keinen Kamin hat.

Einen richtigen, grossen Cheminée- Ofen einbauen, zu teuer und oft unmöglich, weil es keinen Kamin im Haus hat. Eine Attrappe vielleicht, im amerikanischen Stil? Nein … es soll nicht bloss so aussehen, sondern auch befeuerbar sein.

Die Alternative: Im Versandhandel gibt es Wandfeuerstellen zum aufhängen und mit Brennpaste befeuern. Kein Kamin notwendig, kein Rauch. Super. Aber ich will jetzt ein Feuer und nicht erst in einer Woche. Also: Selber bauen.

Ich machte mich sofort daran. Stein um Stein schichtete ich zusammen. Eine endlose Aufgabe. Aber das Konstrukt wuchs stetig in die Höhe.

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Wer sich so gut mit Menschen und speziell mit Kindern auskennt, der wird auch mal zum Babysitting eingesetzt. Kein Problem für mich. Die Zwillinge wurden mir gebracht, in so einer Box … mir fällt der Fachbegriff gerade nicht ein … Transportbox? Die Beiden krabbelten sofort los. Erst etwas schüchtern, aber bereits nach wenigen Minuten wurden sie mutig. Das Problem bei zwei Gleichaltrigen: gleich schnell, aber in zwei verschiedene Richtungen. Kurz die Türe offen gelassen, schon entwischt der Junge. Das Mädchen inzwischen die Yucca Palme umtopft, der wiedereingefangene Bruder den Abfall durchwühlt und schliesslich Beide gemeinsam schreien.

Hunger? Durst? Ausgerüstet mit Fläschchen, setzte ich mich aufs Sofa. Wo waren aber die Babys? weiter lesen…

Nach einer passiven Sportlichkeitsphase finde ich es wieder mal an der Zeit, etwas zu tun. Schwimmen, wenn das Wasser warm genug ist,ist eine tolle Sache. Wie? Warmes Wasser ist für Weicheier? Im Gegenteil: Die ganz Harten ertragen die Hitze und müssen sich nicht im kalten Wasser erfrischen – so sieht’s aus, jawohl!

Egal, ich habe mein Becken gefunden und die Temperatur ist perfekt. Langsam lasse ich mich ins Wasser gleiten. Ich tauche unter und schwimme los. In Gedanken und Wasser versunken, achte ich nicht auf meine Umgebung. Und mit einem dumpfen Schlag auf den Kopf erwache ich wieder in die Realität: Beckenrand erreicht!

Einmal wenden, kurze Verschnaufpause, dann zurückschwimmen. Abermals ein brüskes Bremsen am anderen Rand. So macht es aber nicht wirklich Spass!

Also mal was Neues. Arschbombe. Habe ich kürzlich im Fernsehen gesehen. Gibt sogar Wettbewerbe. Vielleicht kann ich mich ja qualifizieren. Und schliesslich ist mein Verdrängungsvolumen grösser als jenes der zwanzigjährigen Beachboys.

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Der Trend hat auch mich erreicht! Immer mehr Männer bleiben zuhause und werden Hausmann. Ihr wisst ja: Ich bin Neuem nie verschlossen und habe es für mich selber ausprobiert. Etwas habe ich vielen Männern bereits voraus: Durch mein jahrelanges Singleleben habe ich Erfahrung mit Hausarbeiten!

Der Tag fängt für mich früh an; um sieben trinke ich Kaffee, lese die Zeitung. Danach schalte ich den Fernseher ein, staube die Wohnung ab, putze das Bad und die Küche und irgendwann, nach dem dritten Kaffee, mache ich eine Pause und esse etwas.

Anschliessend einkaufen und kochen. Pünktlich um 12 ist angerichtet. Am Nachmittag eine Ruhepause, Kaffee, TV, und schon bald Abendessen. Danach Küche putze und aufräumen und so gegen 19.30 habe ich Feierabend. Soweit so gut. Nach wenigen Tagen hat sich das ganze eingependelt und mein Tagesablauf steht. Zwischendurch leiste ich mir einen freien Nachmittag und gehe shoppen.

Ende Monat: Die Waage zeigt 5 Kilo mehr und mein Konto? Übel; kein Lohn drauf. Genau so geht es bestimmt vielen Hausfrauen. Warten, bis der Lohn des Ehepartners auf dem Konto ist! Nicht der Eigene, obwohl man den ganzen Monat gearbeitet hat.

Ehepartner? Ich wusste doch, dass mein Selbstversuch irgendwie zu glatt verlief … vielleicht sollte man nicht alleine Leben, wenn man Hausmann sein will …

Es gibt Dinge, die sollte man nicht tun. Und es gibt Dinge, die kann man tun, aber nicht so, wie man es manchmal tun möchte. Deshalb hier  ein paar Dinge, die man nicht mit nassen Händen tun sollte.

1. Elektroarbeiten im Haushalt (Lampen montieren mit dringelassener Sicherung zum Beispiel) (Allerdings ist nach einem kurzen Kribbeln die Sicherung automatisch draussen)

2. Niemals, wirklich niemals, sollte man mit nassen Händen einem Bären die Nase streicheln! (Sobald ich wieder kann, werde ich den Versuch mit trockenen Händen wiederholen)

3. Mit nassen Händen sollte man keine Verträge unterschreiben (Ausgenommen, du bist ein Bär, dann darfst du dies natürlich)

4. Mit nassen Händen sollte man mich nicht per Handschlag begrüssen (Ich hasse das!) (Und ich stell dich dem Bären vor!)

5. Nagellack verschmiert, wenn die Hände während des Auftragens nass sind (Vielleicht war der Bär deshalb sauer?)

6. Bärenhaare kleben an nassen Händen fest – und es kribbelt länger als Strom…

7. Bärenkribbeln ist auch mit trockenen Händen unangenehm (aber sobald er dich loslässt, bessert’s)

 

Fazit: Ich wasche meine Hände nie mehr! Nicht auszudenken, was zwischen waschen und trocknen alles geschehen kann …  

Keine voreiligen Schlüsse bitte! Auch ich als moderner Mann, bin durchaus offen, wenn es um Alternativen geht! Und gerade in Zeiten, wo Medikamente immer teurer werden, die Nebenwirkungen manchmal schlimmer als das ursprüngliche Gebrechen sind, habe ich beschlossen, Heilmittel aus Grossmutters Zeit zu prüfen!

Gleich Vorweg: Die Resultate haben mich durchwegs überrascht!

Kartoffelwickel, empfohlen bei Halsschmerzen, Bauchschmerzen, Bronchitis, Nierenbecken und Blasenentzündung. Hammerwirkung, echt! Ich fühle mich kerngesund nach der Anwendung (Ausserdem schmecken die Kartoffeln mit Käse und Sauerrahm hervorragend als Abendessen!)

Zwiebelwickel, obwohl ich Zwiebeln nicht mag, habe ich als nächstes getestet.   

Ohrenentzündung, Erkältung, Zahnschmerzen (dabei wird eine Zwiebelscheibe zum schmerzenden Zahn gelegt), Kopfschmerzen (dabei werden Zwiebelscheiben auf den Nacken gelegt), Mumps, Halsentzündung, Bronchitis, Entzündete Gelenke, Insektenstiche … Sensationelle Wirkung: Ich habe weder Kopf- noch Zahnschmerzen, keine entzündeten Gelenke, kein Mumps, keine Halsentzündung, keine Bronchitis. Nichts. Ich bin begeistert!

 

Was mir fehlte?

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Das schreiben der Geschichte ‘Hemmungslos’ hat mich dazu angeregt, es wieder mal selbst auszuprobieren. Das kleine Mädchen hat so viel Sympathie geerntet und der Wunsch nach ‘warum sind wir nicht alle so?’ wurde geäussert.

Nun, ich also in den Zug, setze mich bewusst nicht alleine hin sondern zu einer Frau um die Vierzig mit ihrem Kind. Ich frage nicht: “Ist hier noch frei?”, sondern sage:”Ich würde gerne hier sitzen!”

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Ja, es ist mir klar: Weissbrot, Hörnchen und Toast zum Frühstück sind sehr lecker, aber ernährungstechnisch nicht besonders wertvoll. Als Mann in den besten Jahren, sollte ich doch etwas vernünftiger werden und habe es mit Müsli versucht. Völlig logisch: Das Original nach Dr. Bircher-Benner. 1 gestrichener Esslöffel Haferflocken,3 Esslöffel Wasser, 12 Stunden einweichen … Ja, genau! 12 Stunden habe ich doch nicht Zeit am Morgen?? Manchmal reicht es ja nicht mal zum rasieren …

Also musste etwas geändert werden. Fertigmischung. Vollkorn, mit Nüssen, ohne Nüsse, mit Rosinen, ohne Rosinen, mit Cornflakes, ohne Cornflakes, mit Zucker, ohne Zucker, mit Äpfeln und ohne … 500 Gramm, 750 Gramm … warum gibt es keine kleineren Beutel?? Ich möchte es doch nur ausprobieren …

Vollbepackt mit 15 Packungen Müsli, machte ich mich also auf den Weg. Die Kassiererin starrte mich an. “Müsli-Party?” lächelte sie mich an. “Nein, ich brauch das als Einstreu für’s Katzenklo … “ Sie starrte mich an. Schockiert. Tonlos. Und sie schaute mir nach.

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Wer mich kennt, weiss: Ich kann Speiseeis zu jeder Zeit geniessen. Egal ob zum Frühstück, als Hauptmahlzeit oder Dessert. Egal ob Winter oder Sommer. Nun, ich habe mich gefragt: Kann auch ich einmal genug haben? Wo ist die Grenze? Soviel sei vorweg verraten: Mein Limit ist sehr weit oben!

Vorbereitung ist bei solchen Experimenten wichtig. Den Tiefkühler habe ich gefüllt mit einigen Kübeln. Vanille, Erdbeere, Schokolade, Sorbet Citron, Pistazie. Und eine Kanne Kaffee.

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