Zum Inhalt springen

Archiv

Kategorie: Märchenhaft

“Du alter Schlüssel!” Wie würde wohl deine Partnerin, oder Partner reagieren, wenn du zu ihr “Du alter Schlüssel” sagst?

Seien wir mal ehrlich. Mir fällt spontan ein grober, dicker und rostiger Schlüssel ein …  brachial …

Aber, die Geschichte hinter diesem Kosewort ist eine Andere; sie basiert auf einem Märchen der Gebrüder Grimm, die zwölf Jäger, 1850 veröffentlicht.

Der König meinte seinem lieben Jäger sei etwas begegnet, lief hinzu und wollte ihm helfen, und zog ihm den Handschuh aus. Da erblickte er den Ring, den er seiner ersten Braut gegeben, und als er ihr in das Gesicht sah, erkannte er sie. Da ward sein Herz so gerührt, daß er sie küßte, und als sie die Augen aufschlug, sprach er ‘du bist mein und ich bin dein, und kein Mensch auf der Welt kann das ändern.’ Zu der andern Braut aber schickte er einen Boten, und ließ sie bitten, in ihr Reich zurückzukehren, denn er habe schon eine Gemahlin, und wer einen alten Schlüssel wiedergefunden habe, brauche den neuen nicht.

Aber heute im digitalen Zeitalter? “Du bist mein Transponder!” … mal sehen, ob sich das das durchsetzt …

Das Märchen von Dornröschen kennen wohl alle. Das Offizielle. Dornröschen wird verflucht und soll an ihrem fünfzehnten Geburtstag sterben. Nur dank des zwölften Wunsches wurde der Fluch abgeschwächt und in einen hundertjährigen Schlaf umgewandelt. So die Geschichte aus dem Buch der Gebrüder Grimm.

Ich habe aber herausgefunden, dass dieses Märchen so nicht stimmt und die Realität anders ist!

Der Wunsch der zwölften Weisen war: Dornröschen sollte schlafen, bis sie durch einen Kuss erweckt wird oder nach 100 Jahren selbst erwachen …

Zu dieser Zeit las man Bücher und Zeitungen gab es nicht. Nachrichten verbreiteten sich viel langsamer und deshalb lag Dornröschen ein Jahr unberührt. Danach machten sich die Männer auf, Dornröschen zu erwecken. Aber keiner schaffte es, sie zu küssen! Nicht die Dornen, nicht die Mauern waren das Problem – es war ihr Mundgeruch! Bereits nach einer Nacht müffelt der Atem eines Menschen, dass man ihn erst nach dem Zähneputzen küssen mag … wie wird das wohl nach einem Jahr sein? Na also …

weiter lesen…

1850, zwei Denker, der Zeit weit voraus …

An der Schweiz lebte einmal ein alter Graf, der hatte nur einen einzigen Sohn, aber er war dumm und konnte nichts lernen. Da sprach der Vater ‘höre, mein Sohn, ich bringe nichts in deinen Kopf, ich mag es anfangen wie ich will. Jetzt sollst du fort, und ein berühmter Meister soll es mit dir versuchen.’ Der Junge ward in eine fremde Stadt geschickt, und blieb bei dem Meister ein ganzes Jahr. Nach Verlauf dieser Zeit kam er wieder heim, und der Vater fragte ‘nun mein Sohn, was hast du gelernt?’ Vater, ich habe gelernt was die Hunde bellen’ antwortete er.

So der Text der Gebrüder Grimm. Und heute wie damals ist es möglich, berühmt zu werden, wenn man gar nichts kann! Den Beweis liefert das Ende der Geschichte:

weiter lesen…

Und ich glaubte immer, ich hätte wirre Gedanken …

Beim durchstöbern von Grimms Märchen, bin ich auf eine Geschichte gestossen, welche ich noch nie gehört hatte. Sie heisst: Von dem Mäuschen, Vögelchen und der Bratwurst. Nachzulesen bei Märchen.com

Hmmm … das musste ich lesen. Abgesehen davon, dass es sich sehr schwer las, haben mir doch ein paar Sätze zu denken gegeben.

Es waren einmal ein Mäuschen, ein Vögelchen und eine Bratwurst in Gesellschaft gerathen, hatten einen Haushalt geführt, lange wohl und köstlich im Frieden gelebt, und trefflich an Gütern zugenommen. Des Vögelchens Arbeit war, daß es täglich im Wald fliegen und Holz beibringen müßte. Die Maus sollte Wasser tragen, Feuer anmachen und den Tisch decken, die Bratwurst aber sollte kochen.

 

weiter lesen…

Wer kennt es nicht, das Märchen vom Rotkäppchen … Ich habe mich mal an die Originalversion gesetzt und staunte nicht schlecht!

Ich dachte immer, ich hätte eine schmutzige Fantasie …

Der Originaltext von 1850:

Es war einmal eine kleine süße Dirne, die hatte jedermann lieb …

Langsam dämmert mir, warum “Erwachsenenunterhaltungslokale” entlang der Autobahn mit einer roten Lampe gekennzeichnet sind …

Kaum hatte der Wolf das gesagt, so that er einen Satz aus dem Bette und verschlang das arme Rothkäppchen.
Wie der Wolf sein Gelüsten gestillt hatte, legte er sich wieder ins Bett, schlief ein und fieng an überlaut zu schnarchen.

Jacob Grimm 1785 – 1863 u. Wilhelm Grimm 1786 – 1859

Kaum ist sein Gelüsten gestillt, schläft er ein … war also auch vor 160 Jahren schon so …

Es war einmal ein Schneider, der lebte in einer kleinen Stadt. Er war sehr arm. Seine Mahlzeit bestand, wenn überhaupt, aus Marmeladenbrot. Ein ebensolches hatte er sich gerade geschmiert, legte es auf den Tisch und begann seine Arbeit. Nicht lange, setzten sich einige Fliegen auf sein Mittagessen. Er konnte sie verscheuchen, aber immer wieder kehrten sie zurück. Schliesslich riss ihm der Geduldsfaden. Mit einem Lederriemen schlug er auf das Marmeladenbrot und tatsächlich: sieben tote Fliegen. "Sieben auf einen Streich!" rief er laut aus …

Wie die Geschichte offiziell weiterging, weiss heute jedes Kind. Weitgehend unbekannt hingegen ist, dass das Drama ein juristisches Nachspiel hatte. Die Tierschutzorganisation PETA reichte nämlich Klage ein und der Schneider wurde wegen siebenfachen Totschlags verurteilt.

Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Schneider glaubhaft machen konnte, nicht vorsätzlich sondern im Affekt gehandelt zu haben. Ausserdem handelte es sich bei den Fliegen um Eintagsfliegen, welche logischerweise am Mittag bereits ihr halbes Leben gelebt hatten.

Der Anwalt des Schneiders zog das Urteil weiter ans Obergericht. Dieses erhöhte das Strafmass mit der Begründung: Egal, wie lange man gelebt hat, tot ist tot. Und töten ist verboten.

Schlussendlich gelangten die Parteien an das Bundesgericht und dieses sprach den Schneider frei. Die Begründung: Hätten die Fliegen dem Schneider die Marmelade weggefressen, so wäre er verhungert. Er hatte aus Notwehr gehandelt und ausserdem wäre das Menschenleben höher zu bewerten als jenes von Tieren. Der Schneider erhielt eine Abfindung in der Höhe von 50000.00. Diese musste er seinem Anwalt bezahlen, das restliche Honorar durfte er in monatlichen Raten abstottern .

Von nun an konnte sich der Schneider keine Marmelade mehr leisten … und wenn er nicht verhungert ist, so stottert er noch heute!

Es war einmal ein verzauberter Prinz, der täglich auf einem Seerosenblatt sass und den Schlossteich beobachtete. Sehnsüchtig schaute er der Prinzessin zu, welche im Park spielte. Wenn sie ihn doch nur mal eine küssen würde, dachte er. Eines Tages spielte die Königstochter am Teich. Aufgeregt quakte der Frosch. “Quak, quak! Ich bin ein verzauberter Prinz, küss mich und erlöse mich vom Fluch! Quak!” Die Prinzessin hörte das Quaken und kamen näher. Endlich entdeckten sie den Frosch. Schnell hob sie ein paar Steine auf und versuchte den Frosch zu treffen. Getroffen von einem Kiesel, hüpfte er ins Wasser und versteckte sich unter den Seerosen. Die Tochter des Gärtners, welche ihrem Vater half, die Rosen zurückzuschneiden, hatte bemerkt, was sich abspielte. Sie ging zu der Prinzessin und befahl ihr, aufzuhören. Die Königstochter lachte sie aus. Aber sie ging wieder zum Schloss zurück. Die Gärtnertochter stieg ins Wasser und suchte den Frosch. Als sie ihn fand, hob sie ihn hoch und küsste ihn. Als sie ihn auf ein Seerosenplatt ablegte, verwandelte er sich in einen Prinzen zurück. Bald darauf heirateten sie und lebten fortan glücklich und zufrieden zusammen.

Und die Moral von der Geschichte?

weiter lesen…

Es war einmal eine hübsche, junge Frau, die lebte in einem grossen Haus mit vielen Fenstern. Sie war nie allein in diesem Haus; sie hatte viele Freunde und ihre Familie kümmerte sich um ihr Wohlergehen. Ihre drei Brüder sorgten für ihre Sicherheit und beschützten das Mädchen, sobald sie das Haus verliess. Ihre Kleider suchte sie sich sorgfältig aus und sie verwendete viel Zeit für ihr Aussehen. Ihre Füsse kleidete sie stets in goldene Schuhe. Ich bin ihr vor wenigen Stunden im Einkaufszentrum begegnet. Und wisst ihr was ich noch hässlicher finde als Ballerinas? Goldene Ballerinas …!!!

Die Vorgeschichte gibt es hier: Ballerinas

Ja, schon klar: Prinzessinnen sind schön und leben in einem Schloss. Und böse Hexen wollen sie in alten Türmen gefangen halten. Ist es wirklich so? Oder haben wir einfach die Vorstellung im Kopf, dass es so sein muss? Vergessen wir einmal (fast) alles, was wir über Hexen und Prinzessinnen wissen! Lösen wir uns von Traumwelten! Denken wir um! weiter lesen…

Es war einmal ein Frosch und eine Prinzessin, die trafen sich jeden Tag am Teich. Der Frosch glaubte nicht mehr, jemals in seinem Leben eine Prinzessin kennenzulernen. Die Prinzessin ihrerseits, wohlbehütet aufgewachsen, hatte noch nie von einem verzauberten Prinzen gehört. Die beiden verstanden sich sehr gut und freuten sich immer auf den nächsten Tag. Auf eine neue Begegnung und lustige Geschichten, spielen und lachen. In einer einsamen Nacht fiel es dem Frosch plötzlich ein! Könnte es sein, dass dieses reizende Mädchen eine Prinzessin ist? Er plante, sie bald einmal zu küssen! Viele Tage vergingen, er traute sich nicht. Jede nur erdenkliche Ausrede benutzte er; zu früh, zu nass, Zähne nicht geputzt … Aber heute sollte es nun passieren!

Tja, liebe Leser, nun muss ich kurz unterbrechen! Es gibt immer mehr als eine Lösung, mehr als einen Weg, mehr als eine Sichtweise. Deshalb hat diese Geschichte zwei Fortsetzungen: weiter lesen…

Es war einmal ein Frosch, der lebte in einem Teich in der Nähe eines Schlosses. Er fühlte sich einsam, sonst war er aber recht zufrieden mit seinem Leben. Er träumte davon, dass ihn eine Prinzezzin küssen  würde und er sich in einen Prinzen zurückverwandeln könnte.
Viele junge Damen aus der Umgebung kamen an den Teich. weiter lesen…

Flattr